Ihre Homepage – Von Rechts wegen!

Eine Homepage erstellen ist eine wirklich tolle, faszinierende Sache. Klappt es mit der Realisierung, darf man sich als erfolgreicher Unternehmer wahrlich auf die eigene Schulter klopfen und sich auch mal selbst loben. Dennoch gibt es eine kleine – sagen wir – Schattenseite. Der Schatten entsteht, wenn Rechte Dritter verletzt, Sittenwidrigkeit und/oder unlauterer Wettbewerb im Spiel sind. Sofort flattern Abmahnungen ins Haus, welche wahrlich nicht von Pappe sind.

Besser ist, man setzt sich frühzeitig mit allen rechtlichen Eventualitäten auseinander. Schwimmen Sie mit dem Strom der Wissenden und hüten Sie sich vor unvollständigem Impressum und unseriösen Aussagen. „Big Brother“ is watching you. Auch unbewusste Fehler können ganz schön ins Auge gehen und ein erst neu gestartetes Unternehmen in einen vorzeitigen Konkurs reißen.

Sie ist und bleibt ein schwieriges Thema – die Rechtssicherheit im Internet. Fachlichen Rat kann sicherlich nur ein Rechtsexperte geben, aber einige wichtige Anhaltspunkte können auch wir Ihnen reichen:

§ 5 des Telemediengesetzes

Dieses gilt seit 1997 und sagt aus, dass jeder Homepagebetreiber – welcher Waren und Dienstleistungen anbietet – über eine aussagekräftige, gut sichtbare, vollständige  Anbieterkennzeichnung verfügen muss. Diese muss jederzeit abrufbar sein und zur Verfügung stehen!

  • Vollständiger Firmenname
  • Firmenadresse, ladungsfähige Anschrift
  • Weitere Kontaktmöglichkeiten: E-Mail, Fax, Telefonnummer
  • Eventuell: Handelsregister-Nummer, Steuer-Nummer, Angabe von Vertretungsberechtigten ( trifft zu bei juristischen Personen und Gesellschaften)

All diese für den Kunden wertvollen Auskünfte bringt man in dem so genannten Impressum der Homepage unter, welche eine Art „Abspann“ darstellt und somit rechtlich unverzichtbar ist.

Sie üben einen „freien Beruf“ aus (freier Autor/freier Texter/freier Journalist, Architekt, Arzt, Rechtsanwalt, Steuerberater und so weiter)? Auskünfte über besondere Regelungen erteilt Ihnen gerne die jeweilige Berufsorganisation oder Kammer.

Schützen Sie Ihre Internetpräsenz zusätzlich mit einer wertvollen Datenschutzerklärung, welche Ihre Homepage von externen Links distanziert.

Fotos/Bilder sollten stets auf Herz und Nieren gestestet werden. Nicht alles im Internet steht zur freien Verfügung. Auch unwissentlich „geklaute“ Fotos ziehen teure Abmahnungen magisch an.  Nutzen Sie unbedingt sichere Quellen, zum Beispiel:

  • istockphoto.com
  • fotolia.com
  • flickr.com

Lieber günstig sichere Fotos/Bilder herunterladen, als später finanziell zerhackt und gevierteilt zu werden. Geben Sie bei frei zu verwendenen Bildern immer den Fotograph und die Bild-Quelle an, dies bewahrt Sie vor Schlimmerem. Vom Autor aktuell zu seinem Werk verbriefte Nutzungsbedingungen sicherheitshalber ausdrucken! Nur „freies, genehmigtes“ Bildmaterial ist rechtlich gutes Bildmaterial und schützt vor Abmahnungen.

Die Plattform „frag-einen-Anwalt.de“ ist eine sehr gute Quelle für Online-Shops!

Wenn es um Mehrwertsteuer und Versteuerung an sich geht, sollten Sie reinen Tisch machen und sich von einem professionellen Rechtsberater betreuen lassen. Dies klingt teuer. Ist es aber nicht! Teuer wird s erst dann, wenn Sie in eine „Falle“ tappen, aus welcher Sie ein Rechtsanwalt erstmal richtig teuer rausboxen muss! Sorgen Sie besser vor.

Shop Zertifkate von Anbietern wie Trusted Shops und Internetsiegel schaffen Vertrauen beim Verbraucher. Ihre potentiellen Kunden finden sich besser auf Ihrer Homepage zurecht, wenn sie wissen, dass ein seriöser Unternehmer dahinter steht. Geben Sie einfach alles, denn Ehrlichkeit und Offenheit sind schon immer Erfolgsgaranten!